Mi

01

Aug

2012

Therapie kommt aus der Ganzheit

Therapie ist für mich immer spirituell, da Heilung immer aus der Ganzheit kommt. Oft ist aber dieser Bezug zu wenig deutlich und das Machen, das Manipulieren zu ausgeprägt. Deshalb möchte ich hier den spirituellen Ansatz betonen und mit Beispielen zeigen, was es heißt, wenn die Heilung in diesem Geist 'eingeladen' wird.
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Mi

01

Aug

2012

Was bleibt?

Selbsterforschung ist der direkteste Weg zum Ewigen. Sri Ramana machte deutlich, dass jeder bereits dieses ewige Selbst ist, sich aber fälschlich mit dem Körper und der Persönlichkeit, die sich darum herum entwickelt hat, identifiziert. Dennoch ist in unserem Ich-Empfinden die Tür zu unserer wahren Heimat. So könnten wir die Aussage von Christus ganz wörtlich nehmen: "Ich bin (ist) die Tür."

Deshalb empfahl Ramana, sich direkt des Ich-Empfindens bewusst zu bleiben. Wenn wir darin reifen und stiller werden, wird ganz deutlich, dass wir nur Objekte erleben. Auch unser persönliches 'Ich' setzt sich nur aus mentalen Elementen zusammen, die alle objektiv sind und veräußert werden können. Dennoch bleibt unsere wahre Identität zweifelsfrei zurück. Wir können sie nicht objektivieren. Sri Ramana lehrte, dass dieses reine Ich-Bin absoluten Charakter hat, reines Gewahrsein ist. Sobald das persönliche Ich oder Ego jedes Halten an inneren oder äußeren Objekten aufgegeben hat, sinkt der Ich-Gedanke ins Herz, in das Ewige. In diesem Moment verschwindet die äußere Weltwahrnehmung und es wird klar, dass unser Wahrnehmungsmodus auf einem Irrtum beruht hat. Das wird in Indien Maya, Täuschung, genannt.

 

 

In einer seiner ersten Schriften sagte Ramana:

"Das, was im Körper als 'Ich' aufsteigt, ist der Geist. Ergründet man, wo im Körper dieser Ich-Gedanke zuerst entsteht, wird man entdecken, dass er aus dem Herzen kommt. Das ist der Ort des Ursprungs des Geistes. Sogar, wenn man ununterbrochen 'Ich, Ich'

wiederholt, wird man zu diesem Ort gelangen. Von allen Gedanken, die im Geist entstehen, ist der Ich-Gedanke der erste. Erst wenn er entstanden ist, können sich andere Gedanken erheben. Erst nach dem ersten persönlichen Pronomen können die zweiten und dritten Pronomen erscheinen.                                      

 

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