'IST EHRGEIZ MIT ADVAITA VEREINBAR?'

Ein Freund: Ich habe eine Frage: Ist Ehrgeiz mit Advaita vereinbar? Ich verwende das Wort Ehrgeiz im traditionellen Sinne (z.B. Karriere). Ist das Vorankommen in der eigenen Karriere und die damit verbundene Anstrengung aus advaitischer Sicht ein erstrebenswertes Ziel?

 

Der Grund für meine Frage ist, dass Advaita die Welt als unwirklich ansieht (wenn sie als getrennt vom Selbst betrachtet wird).  Unter einem solchen Gesichtspunkt muss jeder Ehrgeiz, in seiner Karriere voranzukommen, auch als ein Wunsch angesehen werden, einen unwirklichen Zustand zu erreichen. Handelt es sich also um ein "geringeres" Ziel?

 

Man kann es auch anders sehen: Wenn wir uns dem Höchsten hingeben, wie wäre dann ein Handeln in Richtung eines "materiellen" Ziels möglich?

 

Reinhard: Der beste Weg wäre, es auszuprobieren und direkt zu erkennen 🙂 .

 

Nicht das Wort, die Definition, sondern das, was wir tatsächlich fühlen, zählt. Im Grunde ist es Verlangen, das uns in die Trennung führt. Aber das Verlangen als Sehnsucht nach dem Selbst ist auch die Kraft, die uns wieder nach Hause führt.

 

Wir können das also nicht theoretisch entscheiden. Prüfe stattdessen, was du wirklich willst. Beobachte den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Wunsch und dem "Heimatinstinkt", der Sehnsucht nach Frieden.

 

Es gibt nichts wirklich Getrenntes, keine Karriere, die nicht Teil unseres Weges sein kann. Aber sicher ist: Alles, was die Wahrheit vergisst und Selbstzweck ist, kann uns nie wirklich erfüllen. Schauen wir also hin und erkennen wir dies unmittelbar in unserer eigenen Erfahrung!

 

 

Tausende von Gedanken in einem Moment

"Die Wurzel aller Täuschungen ist der Gedanke, der das Selbst ignoriert und stattdessen denkt: 'Ich bin dieser Körper'. Wenn dieser Gedanke aufsteigt, expandiert er in einem Augenblick zu mehreren tausend Gedanken und verhüllt das Selbst. Die Realität des Selbst wird nur dann zum Vorschein kommen, wenn all diese Gedanken beseitigt werden. Danach bleibt nur noch Brahmananda [die Glückseligkeit Brahmans]."

- Leben nach den Worten Bhagavans

 

 Bhagavan erzählte einmal, wie er das Schwärmen eines bestimmten Insekts beobachtete. Zuerst kam nur eines aus einem Loch im Boden (die Ich-bin-der-Körper-Empfindung), gefolgt von einer riesigen Anzahl weiterer Insekten, die die Luft wie eine Wolke füllten. Er verglich diese Szene mit dem allmorgendlichen Aufwachen und dem Erschaffen der scheinbar getrennten Schöpfung. Dies macht deutlich, wie wichtig ein Sadhana, eine spirituelle Praxis ist, um alle mentalen Kräfte zu sammeln und den Ursprung des Geistes, die Geburt des 'Ich-Gedankens' zu finden: 

 

"Als ich im Skandasramam wohnte, ging ich manchmal hinaus und setzte mich auf einen Felsen. Bei einer solchen Gelegenheit waren einmal zwei, drei andere bei mir, darunter Rangaswami Iyengar. Plötzlich bemerkten wir ein kleines mottenartiges Insekt, das wie eine Rakete aus einer Felsspalte in die Luft schoss. Im Handumdrehen hatte es sich zu einer riesigen Anzahl von weiteren Motten vervielfältigt, die eine Wolke bildeten und den Himmel verdeckten. Wir untersuchten erstaunt die Stelle, aus der es emporgeschossen war. Wir stellten fest, dass es nicht größer als ein Nadelloch war, und es schien kaum möglich, dass so viele Insekten in so kurzer Zeit aus ihm herausgekommen sein konnten. 

 

So schießt ahankara (Ego) wie eine Rakete in die Höhe und breitet sich augenblicklich als das Universum aus."

 - Talks no. 616

 

Ein kostbares Dokument über Bhagavans eigene Erfahrung

"Du kannst dich eins fühlen mit dem Einen, das allein existiert, 

der ganze Körper wird zu einer bloßen Kraft, einem Kraftstrom: 

 

dein Leben wird zu einer Nadel, die von einem riesigen Magnet angezogen wird, 

und so wie du tiefer und tiefer gelangst,  

 

wirst du zu einem bloßen Zentrum und dann nicht einmal mehr das, 

denn du bist nur noch reines Bewusstsein, es gibt keine Gedanken oder Sorgen mehr, sie sind bereits  an der Schwelle zerstoben. 

 

Das ist eine Überschwemmung; du, ein bloßer Strohhalm, du wirst lebendig verschlungen, was aber höchst beglückend ist, denn du wirst genau zu Dem, was dich verzehrt.

 

Dies ist die Vereinigung des Jiva mit Brahman, der Person mit Gott, der Verlust des Egos im wahren Selbst, die Zerstörung der Falschheit, das Erlangen der Wahrheit."

 - aus Sat Darshana Bhashya und Gespräche mit Sri Ramana Maharshi

 

 

'Verliere ich mein Interesse am Leben?'

Ein Freund schrieb mir und fragte mich nach meiner Meinung zu einer Veränderung seiner inneren Wertigkeiten, durch verschiedene äußere Erfahrungen in seinem Leben Erfüllung zu finden. Er schrieb:

 

Freund: "Das ist der Kernpunkt der Sache: Ich stelle mehr und mehr fest, dass ich eigentlich gar nichts besonderes will. Die Dinge, die mich früher motiviert haben, etwas zu tun, wie der Wunsch, als großer Musiker anerkannt zu werden, der Wunsch, sozial und romantisch erfolgreich zu sein, der Wunsch, bestimmte Erfahrungen zu machen, motivieren mich nicht mehr. Es ist nicht so, dass es mir keinen Spaß mehr macht, Musik zu machen oder Kontakte zu knüpfen. Wenn ich diese Dinge tue, habe ich immer noch genauso viel Spaß daran, wie früher. Aber ich habe keinen Antrieb mehr, der mit diesen Dingen zusammenhängt. Wenn ich zufällig mein Instrument spiele und es gut läuft, genieße ich das, aber wenn nicht, fühle ich mich auch nicht weniger glücklich. Dasselbe gilt im Moment für so ziemlich alles in meinem Leben. Es scheint mir immer gleichgültiger zu werden, was um mich herum in der Welt passiert. 

 

"Die inneren Antriebe, die mich vor nicht allzu langer Zeit noch so stark zum Handeln drängten, scheinen verblasst zu sein. Ich mag es immer noch lieber, mit Menschen zurechtzukommen, aber selbst wenn ich nicht ausgehe und keine äußeren Kontakte knüpfe, fühle ich mich genauso zufrieden. 

 

"Wenn mich jetzt jemand fragen würde: 'Was sind deine Ziele im Leben? Was willst du erreichen?', würde es mir schwer fallen, überhaupt weltliche Ziele zu nennen. 

 

"Ich glaube absolut an den Wert des geistigen Fortschritts, so wie schon früher. Zweifelsohne gibt es nichts Wichtigeres, als den Lehren Bhagavans zu folgen. Aber wenn es um das Leben in der Welt geht, scheine ich zunehmend apathisch geworden zu sein. Es kümmert mich nicht wirklich, was passiert. Es ist mir egal, ob die Leute mich mögen oder ob sie mich gar nicht bemerken. Es ist mir egal, ob ich Geld habe oder von wenig leben muss. Es ist mir egal, ob ich aufregende Erfahrungen mache oder nur zu Hause bleibe und mein Buch lese. 

 

"Es ist ein seltsames Gefühl, nichts zu wollen. Die meiste Zeit meines Lebens hatte ich Dinge, die ich mir vorher sehr gewünscht hatte. Heute kümmert es mich nicht mehr wirklich, was passiert.

 

"Ich habe immer noch Freude an Dingen - das ist nicht die Anhedonie, die mit der Depression kommt, das weiß ich genau. Wenn ich ausgehe und Geschichten erzähle und mich mit Leuten unterhalte, die lachen und wir alle eine gute Zeit haben, dann genieße ich das. Es macht mir immer noch Spaß, ein leckeres Essen zu kochen und es meinen Freunden zu servieren. Meine Fähigkeit, Freude an alltäglichen Ereignissen zu empfinden, scheint nicht abgenommen zu haben. Was aber abgenommen hat, ist mein Antrieb, der innere Wille, der einen zu bestimmten Zielen drängt. Ich erlebe mich zunehmend selbstzufrieden, zunehmend gleichgültig. Ich genieße schöne Dinge, wenn sie da sind, aber ich fühle mich nicht wirklich schlechter, wenn sie fehlen. Die ganze innere Struktur der Motivation scheint zusammengebrochen zu sein."

 

Ich erwiderte: 

 "Du hast in der Vergangenheit bewiesen, dass du eine starke Willenskraft hast und hast dieses Vermögen zeitweise sehr ausdrucksstark gelebt mit Musikpraxis und Mädchen und anderen Themen.

 

"Es fühlt sich also komisch an, wenn dieser DRIVE nicht mehr so stark zu spüren ist, wie früher. Aber wie du sagst, ist das etwas anderes als ein depressiver Zustand, den du in früheren Jahren erlebt hast.

 

"Bei Deinen Durchbrüchen hast du in unterschiedlichem Maße echten Frieden berührt, und solche Erfahrungen wirken ständig 'unterschwellig weiter, unter der durchschnittlichen Mentalität des Menschen. Kein Vergleich kann den Unterschied beschreiben zwischen dem Frieden und der Erfüllung des Selbst und schönen, aber gewöhnlichen Erfahrungen. Nichts, wirklich nichts, kommt dem auch nur nahe! Alle weltlichen Erfüllungen sind unecht und grau neben der wahren Natur des reinen Seins. Nur weil die meisten Menschen sich dieser Tatsache nicht bewusst sind, kompensieren sie die Erfüllung des Herzens mit geringeren Freuden. 

 

"Die Tatsache, dass du dich nicht in depressiver Abwehr befindest, sondern dich noch an relativen Erfahrungen erfreuen kann, ist in diesem Zusammenhang entscheidend. Deshalb hat Bhagavan manchmal das Beispiel des Spielens in der Welt benutzt. Der Körper-Geist wird seinen normalen Lebenslauf nehmen, aber wir WISSEN, dass dies nur eine Rolle ist, die wir durch prarabdha karma spielen müssen. 

 

"Deshalb habe ich schon vorher betont,  dass wir viel gewinnen können, wenn wir lernen, unser Sadhana zu verfeinern. Nicht nur diese kraftvolle, aber auch aggressive Art und Weise, wie du es erlebt und damit zeitlichen Erfolg hattest, sondern einen sanfteren und flexibleren Weg.

 

"Ich sehe diesen Prozess der Entwicklung von Gleichmut als Teil dieser Verfeinerung. Ähnlich wie man Musik übt und mit einem bestimmten Stück leicht und natürlich wird, kann man Sadhana auch damit vergleichen, die musikalische Fähigkeit und Leichtigkeit im Inneren zu erwerben.

 

"Der Gleichmut ist also das Symptom einer natürlichen Vairagya-Entfaltung und dein Streben ist die grobe Form, die sanftere Ausdrucksmöglichkeiten finden kann. Wie du schreibst: die Sehnsucht nach spirituellem Engagement ist immer noch da. Es ist eine offene Tür - sei dir dieser Tatsache bewusst und akzeptiere die Veränderungen, die der Pfad in deinen Gefühlen hervorruft. Die Läuterung des Suchenden ist das wichtigste Ergebnis von echtem Sadhana!

 

"Definitiv, alles ist GNADE! Ich stimme zu 100% zu.

 

"In Liebe, 

Reinhard

 

'AN IHREN FRÜCHTEN WERDET IHR SIE ERKENNEN'

'Spiritual Bypassing': Falsches Ausweichen im Namen des spirituellen Weges

Ein Freund schrieb: In letzter Zeit habe ich viel darüber nachgedacht, was du vor einiger Zeit zu mir gesagt hast - dass wir in unserer spirituellen Praxis die Ebene der Person nicht überspringen können. In den Lehren Bhagavans erkenne ich sozusagen verschiedene Ebenen des Ausdrucks der Wahrheit. Auf der höchsten Ebene, der absoluten Ebene, gibt es definitiv keine Person, alles ist Gott, alles ist vorherbestimmt, alles ist perfekt. Aber können wir ehrlich sagen, dass wir nur auf dieser Ebene leben? Ich weiß, dass ich das selbst nicht behaupten kann. Die meiste Zeit scheine ich als Mensch in der Welt zu leben, Entscheidungen zu treffen und zu versuchen, das Richtige zu tun. 

 

Ich habe auch einige Momente dieser höheren Realität erlebt, und das war sehr schön. Danach strebe ich, und ich hoffe natürlich, dass ich mich mit der Zeit mehr und mehr darin verankern kann. Aber ich glaube, das ist ein allmählicher Prozess, und in der Zwischenzeit tue ich mein Bestes, um die richtige Entscheidung zu treffen und die Person so gut wie möglich zurechtzurücken. 

 

Ich weiß, dass viele Menschen in der Bhagavan-Gemeinschaft damit nicht einverstanden sind und meinen, dass ich meine Zeit damit verschwende, der Ebene der Person Aufmerksamkeit zu schenken, weil sie letztlich nicht real ist.

 

Wenn ich mit den Leuten in der Gruppe darüber spreche, sagen sie mir, dass es falsch sei, dieser Ebene überhaupt Aufmerksamkeit zu schenken, und dass ich die ganze Sache einfach vergessen und mich nach innen wenden sollte.

 

Reinhard: Dieser Punkt ist von größter Bedeutung. Sehen wir es einfach: Hätte Bhagavan jemals gesprochen oder gelehrt, wenn "niemand" vor ihm gesessen und ihn um Führung gebeten hätte?

 

Dies ist eine klare Wasserscheide zwischen dem, was ich gerne als "Kopf-Advaita" (head-advaita) bezeichne - ein religiöser und philosophischer Dogmatismus mit wenig Bezug zu dem, was wir tatsächlich leben.

 

Die Art und Weise, wie ich an die Sache herangehe, ist ein "Bottom-up-Ansatz": Man beginnt mit der Ebene der eigenen Erfahrung und zielt auf das Höchste. Ein "Top-Down-Ansatz" ist ebenfalls erforderlich - das sind die Lehren, wie sie in den Büchern stehen. 

 

Aber diese Konzepte ohne die Erfahrung von Samadhi zu behaupten, ist nur trockenes Begriffsdenken! Da ich immer an VERWIRKLICHUNG interessiert war, anstatt Bhagavan nur emotional zu verehren und zu philosophieren, musste ich mich selbst und die Schüler, mit denen ich arbeitete, fragen, was sie in ihrer eigenen Erfahrung verwirklichen konnten.

 

Das Schöne ist: DHARMA ist universell und auch universell präsent, ob wir erleuchtet sind oder nicht. Das wurde von Bhagavan wiederholt gesagt. Deshalb betone ich in meinem Satsang das Sein und Gewahrsein, indem ich die Gedanken und Emotionen wie Bäume am Straßenrand erkenne, die helfen, den Weg zu zeigen, den die Straße nimmt.

 

Wir hatten gerade ein Wochenend-Retreat, und ich kann gar nicht recht beschreiben, welche Kraft und Freude die Kontemplation dieses Dharmas direkt in unserer Erfahrung hervorruft!

 

Nicht viele Menschen sind an echtem Sadhana interessiert! Sie erfreuen sich lieber an philosophischen Konzepten und Emotionen. Annamalai Swami nannte diese Menschen "Zecken": Sie trinken nicht die Milch der Kuh, sondern saugen ihr Blut. Sich tatsächlich hinzusetzen und dem eigenen Geist zu begegnen, ist eine große Aufgabe, und es braucht ein gutes Verständnis und viel Ausdauer, wie wir beide wissen! 

 

Die Leute, die du erwähnst, die sagen, dass man "vergessen und sich nach innen wenden" sollte, haben das wahrscheinlich nie ernsthaft getan!!! Denn wenn du das tust, wird dir eine gewaltige Aufgabe offenbart: die inneren Kräfte wirklich dem Selbst zu überlassen! Bhagavan hat dies einmal ausgedrückt, indem er sagte: Wenn ihr den natürlichen Zustand wiedererlangen wollt, ist ein gewaltiger Kampf unvermeidlich.

 

Der amerikanische Lehrer Adyashanti prägte einen sehr passenden Begriff für unsere Diskussion. Er sagte, wenn Menschen versuchen, persönliche Themen zu überspringen und sich auf spirituelle Konzepte zu fixieren, ist das 'spirituelles Bypassing'. Natürlich ist die Persönlichkeit letztlich nicht real, aber sie ist auch der einzige Fokuspunkt für die spirituelle Praxis! Wenn wir die persönliche Realität willentlich ignorieren, hat das nichts Spirituelles, sondern ist eine Form von Eskapismus und Härte. Es ist nur die totale Harmonie des Selbst, die die Person befreien kann und nicht die Unbewusstheit und Widersprüchlichkeit des persönlichen Willens.

 

Nur wenn wir uns mit persönlichen Themen um ihrer selbst willen befassen und versuchen, nur unsere Wünsche zu befriedigen, ist es Zeitverschwendung. Bhagavan verglich dies mit dem vergeblichen Versuch, ein Feuer mit Kerosin zu löschen. Aber wenn ein Verlangen zum Beispiel die Stille des Seins spürt, wird es natürlich danach suchen, anstatt auf seiner eigenen Ebene zu handeln. Das ist es auch, was Bhagavan gelehrt hat.

 

Worte können in verschiedenen Bedeutungsnuancen verwendet werden. Aber wenn jemand mit Liebe und Gewahrsein lebt, frei von Leiden, dann spricht das für sich selbst. Deshalb sagte Christus, 

 

 'An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.' 

 

Er hat nicht gesagt: An ihren Worten …

 

Mit Liebe,

Reinhard

 

 

'What is impossible with man is possible with God'

A friend writes:

 

"I always read with pleasure and high interest in your blog to keep up the connection, the memory in the spiritual sense.

 

 

 

One article particularly occupies me at the moment, which is actually always topical and important, because Vedanta quintessence. Namely the one titled "A struggle is inevitable". One can really only say thank you for it here. .

 

 

 

When I now look at my life and especially my daily thought movements, habits, but also consumption addictions etc. and experience them partly painfully, then I really ask myself if it is at all possible for a western person to break through this whole jumble to finally merge into the divine self (a noble goal).

 

 

 

Moreover - as a seeker you often don't live in a quiet ashram or monastery, but you are often in the middle of life, like job, marriage, family, social dynamics, climate, wars and corona etc. etc..

 

 

 

My 1st question to you now would be frankly (if you like!):

 

 

 

Isn't it much, much more beneficial and healthier for a seeker to first get rid of the many external connections as well as possible or partially, physically? 

 

 

 

I am seriously considering doing this, e.g. going back to the Findhorn spiritual community in Scotland to live a simple life (I lived there for some time as a young person but also in a Gnostic spiritual community).

 

 

 

Would be very very happy to get an answer :) "

 

 

 

My response: 

 

 

 

Greetings.

 

 

 

The question of whether a seeker can merge into the divine self has two sides.

 

 

 

From the personal point of view, it is impossible! Discovering how much mental structures create a house of cards of zT contradictory tissues is an important, albeit painful, act of realization that makes a profound inner journey possible in the first place. Before that is the crowd of 'churchgoers' (in all traditions, of course) who just want to have something without really giving themselves.

 

 

 

Personality is a result of these tissues, and as long as we start from it, we want to reach an imagined goal, but at the same time exclude it, because we are occupied. Only when we are completely empty and start from this silent quality, we are receptive to be fulfilled instead of wanting to achieve something.

 

 

 

What is this emptiness? It is the PRESENCE, thoughtless being. When you are still, you can become aware of it, because IT is always present. That is why it cannot be attained, otherwise it would be as transient as all other mental states.

 

 

 

When Jesus responded to Peter's exasperated exclamation, 'But Lord, then it is impossible!' (after Jesus had declared that a rich man could not enter anything into the Kingdom of Heaven), he said, 'What is impossible with man, it is possible with God!' 

 

 

 

We constantly have both qualities in our experience, BEING and thoughts. From the thoughts and the person, it is impossible (and this includes your second question, because you cannot plan your own path). 

 

 

 

Sadhana then means to explore how your attention can dwell with the formless Presence, as frequently and continuously as possible. 

 

 

 

Because only BEING can liberate, not any strategy, no matter how sophisticated!

 

 

 

Best regards!

 

 

 

Reinhard

 

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'Was beim Menschen unmöglich ist...'

'Was beim Menschen unmöglich ist...'

Ich lese immer gerne und hoch interessiert in deinem Blog, um die Verbindung, die Erinnerung im spirituellen Sinne aufrecht zu erhalten.

 

Ein Artikel beschäftigt mich aktuell besonders, der ja eigentlich immer aktuell und wichtig ist, da Vedanta-Quintessenz. Und zwar der mit dem Titel "Ein Kampf ist unvermeidlich". Man kann hier wirklich nur Danke sagen dafür. .

 

Wenn ich nun mein Leben und insbesondere meine täglichen Gedankenbewegungen, Gewohnheiten, aber auch Konsumsüchte usw. betrachte und teilweise schmerzhaft erlebe, dann frage ich mich wirklich, ob es für einen westlichen Menschen überhaupt möglich ist, diesen ganzen Wust zu durchbrechen um schliesslich im göttlichen Selbst aufzugehen (ein hehres Ziel).

 

Zudem - man lebt als Sucher ja oftmals nicht in einem ruhigen Ashram oder in einem Kloster, sondern man steht oft mitten im Leben, wie Beruf, Ehe, Familie, gesellschaftliche Dynamiken, Klima, Kriege und Corona etc. etc.

 

Meine 1. Frage an dich wäre nun frei heraus (wenn du magst!):

 

Ist es für einen Suchenden nicht doch viel, viel vorteilhafter und gesünder, sich zunächst einmal der vielen äusseren Verbindungen so gut es geht oder teilweise, physisch zu entledigen? 

 

Ich überlege ernsthaft dies zu tun, z.B. zurück zur spirituellen Findhorn-Gemeinschaft in Schottland zu gehen um ein einfaches Leben zu führen (ich lebte schon einige Zeit als junger Mensch dort aber auch in einer gnostisch-spirituellen Gemeinschaft).

 

Würd mich ja über eine Antwort sehr sehr freuen :)

 

Antwort: 

 

Grüß dich!

 

Die Frage, ob ein Sucher im göttlichen Selbst aufgehen kann, hat zwei Seiten.

 

Vom persönlichen Standpunkt aus betrachtet, ist es unmöglich! Zu entdecken, wie viel mentale Strukturen ein Kartenhaus von zT widersprechenden Geweben schaffen, ist ein wichtiger, wenn auch schmerzhaft Erkenntnisakt, der einen tief-gehenden inneren Weg überhaupt erst möglich macht. Vorher ist die Menge der ‚Kirchgänger‘ (in allen Traditionen natürlich), die nur was haben wollen, ohne sich selbst wirklich hinzugeben.

 

Die Persönlichkeit ist ein Resultat dieser Gewebe, und solange wir von ihr ausgehen, wollen wir ein vorgestelltes Ziel erreichen, schließen es aber gleichzeitig aus, weil wir besetzt sind. Erst wenn wir ganz leer sind und von dieser stillen Qualität ausgehen, sind wir empfänglich, erfüllt zu werden, statt etwas erreichen zu wollen.

 

Was ist diese Leere? Sie ist die GEGENWART, gedankenfreies Sein. Wenn du still bist, kannst du seiner gewahr werden, denn ES ist immer zugegen. Deshalb kann es auch nicht erreicht werden, sonst wäre es ebenso vergänglich, wie alle anderen mentalen Zustände.

 

Als Jesus auf Petrus verzweifelten Ausruf, ‚Aber Herr, dann ist es ja unmöglich!‘ (nachdem Jesus erklärt hatte, dass ein Reicher nichts ins Himmelreich kommen könne) antwortete, sagte er: ‚Was beim Menschen unmöglich ist, bei Gott ist es möglich!‘ 

 

Wir haben ständig beide Qualitäten in unserer Erfahrung, das SEIN und Gedanken. Von den Gedanken und der Person aus ist es unmöglich (und das schließt deine zweite Frage mit ein, denn du kannst deinen Weg nicht selbst planen). 

 

Sadhana heißt dann, zu erforschen, wie deine Aufmerksamkeit bei der formlosen Gegenwart verweilen kann, so häufig und kontinuierlich wie möglich. 

 

Denn nur das SEIN kann befreien, keine noch so ausgeklügelte Strategie!

 

Liebe Grüße!

 

Reinhard

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Darshan von Bhagavan Sri Ramana Maharshi

Ich hatte das Glück, dass mir Sri Ramana Maharshis Darshan durch meinen Guru Vashista Ganapati Muni vermittelt wurde. Das war Samwat 1974 (eine vedische Zählweise), was dem Jahr 1917 AD. entspricht. Der Eindruck war so kraftvoll, dass ich ‚Ramana Vibhakti Ashtaka’ schrieb, 8 Verse, in denen ich ein Bild von dem Samadhi des Maharshi, seiner wahren Swarupa Form, entwarf.

 

Wenn man diese Verse liest, ermöglicht das inneren Darshan, eine Vision der natürlichen Verfassung des Maharshi. Bhagavan lebt in einem Bewusstsein, das alle bekannten Lebensordnungen überschreitet. Er hat es selbst als Ati Varnashramam bezeichnet, einen Zustand, der die vier Ashramas transzendiert hat.

 

Er ist fest gegründet im Sahaja Samadhi oder stetem, natürlichen Selbst-Gewahrsein, frei von allen Gedanken, gleich, ob es sich um wünschenswerte oder nicht wünschenswerte, um frohe oder deprimierte Neigungen handelt. Gelehrte, große Yogis und Heilige suchen die Gemeinschaft mit ihm, da sie fasziniert von seiner göttlichen Selbsterkenntnis sind. Der Nutzen, der aus dem Darshan des Maharshi sowie auch aus seinen Lehren gezogen werden kann, ist immens, wunderbar, ja spottet jeder Beschreibung. Dies kann man nur durch Erfahrung nachvollziehen. 

 

Sein bloßer Anblick beseitigt alle Zweifel, die wir in uns haben mögen. Seine Augen leuchten immer in makellosem Licht, vollkommenem Frieden und reiner Liebe. Wie bei Göttern, öffnen und schließen sich seine Augen nicht ständig, sondern sind ohne besonderen Anlass immer weit offen. Doch obwohl die Augen weit geöffnet sind, ist der Blick jedoch stets nach innen und nur dem Selbst zugewandt. Mit anderen Worten: er sieht äußere Objekte ohne den Wunsch, einen besonderen Eindruck von ihnen zu erlangen. 

 

Immer im Herzen versunken, in einem Zustand der Stille, erfährt er stets die spontane Freude des Herzens. Durch die göttliche Selbsterkenntnis und den höchsten Frieden ist der Ausdruck seines Mundes und seiner Lippen, die den Lotosblüten ähneln, dem Betrachter immer angenehm. Sein Gesicht wirkt eindeutig heiter und der bloße Anblick schenkt allen tiefste Freude. Sein spontanes Samadhi ähnelt dem Wachzustand und ist doch eher wie Schlaf, da er in einem natürlichen Ruhezustand verweilt. Bei ihm zu sitzen und sein freundliches, stilles, und friedvolles Antlitz wahrzunehmen, ist in sich schon wahre Verehrung. Die Menschen vergessen die Welt bei diesem göttlichen Anblick. Sie fühlen nicht länger Hunger und Durst, und Gereiztheit und Gehässigkeit schwinden. Sie werden von seiner Süße so durchdrungen, dass niemand seine Gegenwart verlassen möchte. 

 

Alle Bemühungen, den Maharshi dazu zu bringen, dass er uns anblickt, sind vergeblich. Oft versuchen Menschen seinen Blick zu erhaschen, indem sie sich vor ihm verneigen oder ihn anbeten, aber dieses nach Innen gewandt sein des Maharshi wankt nicht einen Moment. Es ist offensichtlich, dass es sich nicht um einen künstlich erzeugten Zustand handelt, der durch Sadhana herbeigeführt worden ist, sondern seine natürliche Verfassung ist, die aus dem konstanten Gewahrsein seines eigenen Seins entsteht. 

Kommt er aus dieser inneren Versunkenheit aus eigenem Anlass, werden alle Fragen, die man an ihn richtet, beantwortet. Seine Stimme ist melodisch und so zart wie die eines Kindes. Sie ist äußerst süß und manchmal so leise, dass man sie nicht vernimmt, wenn man nicht genau zuhört. Sie muss mit ganzer Aufmerksamkeit gehört werden. Wenn wir seine Stimme vernehmen, empfinden wir sie wie eine göttliche, zarte Stimme, die aus dem Firmament kommt. 

 

Sogar während des Sprechens, bei Verrichtungen, in der Art des Essens, ähnelt seine Art einem Kind. Ist er mit Tätigkeiten beschäftigt, ist dennoch dieser nach innen gewandte Blick in das Selbst beständig. In seiner Sprache, seinem Denken und Handeln gibt es keine Mängel, weder Unruhe noch Nachlässigkeit.

 

Gleich dem Löwen, dem König des Dschungels, der sich im Wald ungezwungen seiner Freiheit und Furchtlosigkeit erfreut, ist Sri Maharshi unbekümmert und frei von allen Beschränkungen durch sein stetes Selbsterkennen und seinen vollkommenen Frieden. 

 

- Deivarata

 

 

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Bhagavan's Darshan

“I was fortunate to get Sri Ramana Maharshi's darshan through my guru Vasishta Ganapati Muni. This was in Samvat 1974, corresponding to 1917 A.D. The impact was so powerful that I wrote 'Ramana Vibhakti Ashtaka' wherein I have drawn a picture of Sri Maharshi's state of samadhi and his real 'swarupa' form. By reading it one can have a real mental darshan, a vision of the Maharshi's supreme state. 

 

He has reached a state beyond all the four ashramas and therefore is called 'Ativarnasrami' or one who has transcended all the ashramas. He is firmly established in the state of sahaja samadhi or steady Self-abidance. He is free from all thoughts, desirable or undesirable, happy or unhappy etc. Erudite scholars, great yogis, and saints seek his company fascinated by his divine Self-knowledge. 

 

The benefit derived from Sri Maharshi's darshan and his teachings is immense, wonderful and beyond description. This fact can be realized by experience only. His very sight removes all doubts from one’s mind. His eyes always glitter in spotless light, full of peace and pure love. Like gods, his eyes are without constant action of opening and closing and are always open with no visible cause for doing so. 

 

Even though his eyes are wide open, they remain very steady and introverted, fixed in the Self alone. In other words, he does not see external objects with a desire to get any impression from them. He is always absorbed in the Heart, in the state of silence. He is ever reveling in the spontaneous joy of the Heart. On account of his divine Self-knowledge and supreme peace, his lotus-like lips look always pleasing to the eyes. Serenity is writ large on his face. The mere sight of it gives exceeding joy to everyone. 

 

His natural samadhi resembles the waking state but is itself sleep for he is in the state of natural rest. To sit and gaze at his motionless, peaceful and pleasing countenance itself is an act of true worship. By getting his divine sight people forget the world itself. They do not feel the pangs of hunger and thirst. The feelings of anger, hatred, etc., also subside. They become so engrossed in its sweetness that they do not like to leave his presence. All efforts to get Sri Maharshi to look at us during his introverted state prove futile. Many persons try to catch his eye in various manners like prayer but the Maharshi's introversion never wavers even for a moment. It is evident that it is not an artificial state brought about by sadhana or spiritual practice. It is a state arising from constant awareness of his true being. 

 

When he comes out of his inner state of his own accord all questions put to him are answered. Sri Maharshi's voice is as melodious and soft as that of a child. It is exceedingly sweet and at times it is so low-toned that it is not even heard clearly. It must be heard with full attention. When we hear his voice we feel as if we hear a divine and subtle voice coming across the firmament. 

 

Even in speech, behavior, modes of eating etc., his state is like that of a child. While engaged in activities his introverted state fixed on the Self remains steady. One never notices languor, unsteadiness or any defects in his speech mind and body. Just as the lion, the king of the jungle, always lives in his forest-abode, enjoying full freedom with fearlessness and at ease, in the same way, Sri Maharshi is fearless and free from all restrictions because of his steady Self-knowledge and perfect peace.”

 

- Deivarata in ‘Timeless in Time’

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'Warum muss ich mich Dem zuwenden?'

 

"Es gibt nur zwei Dinge: die Schöpfung und den [Tief-] Schlaf. Wenn du einschläfst, ist nichts da. Wenn man aufwacht, ist alles da. Wenn du lernst zu 'schlafen', während du wach bist, kannst du ein reiner Zeuge sein. Das ist die ganze Wahrheit."

- Bhagavan in 'Briefe aus Sri Ramanasramam', Brief 53 

 

Freund: Das erlebe ich nun schon seit vielen Jahren immer wieder. Ich muss mich allerdings Dem immer noch "zuwenden". Es ist nicht beständig. Was bedeutet es also, im tiefen traumlosen Schlaf "wach" zu sein, im Gegensatz zu dem, was er hier sagt: im tiefen traumlosen Schlaf zu sein, während man wach ist?

 

R: Bhagavan verglich oft den Wachzustand, den Traum und den Tiefschlaf, um deutlich zu machen, dass es sich um relative Veränderungen des Geistes auf der Grundlage des unveränderlichen reinen Gewahrseins handelt. 

 

Alles Sadhana strebt danach, dieses grundlegende Gewahrsein zu "beleben" und dadurch unsere Identität von den immer turbulenten Persönlichkeitsmustern in diesen vollkommenen  Frieden zu verlagern. In der Phase der Kultivierung befindet sich unser Zentrum noch in der unsicheren Mentalität, die immer damit beschäftigt ist, ihr Gleichgewicht, ihre Komfortzone aufrecht zu erhalten. Das ist die Wurzel aller Unruhe. 

 

Von diesem persönlichen Standpunkt aus scheint der allgegenwärtige Frieden immer noch ein anderes Wesen zu sein, und der Geist muss sich Ihm zuwenden. Es bedarf der Hingabe - oder der Erforschung dessen, wer und wo wir in einem bestimmten Moment wirklich sind - bis schließlich diese endgültige Verlagerung stattfinden kann.

 

Sogar in flüchtigen Einblicken, die manchmal auftreten, SIND wir das Selbst - es ist die hartnäckige Anziehungskraft der Gewohnheiten, der Vasanas, die uns zurück in die vertraute Komfortzone der Person ziehen, die im Grunde immer beunruhigend ist. 

 

Der Geist erschafft die illusorischen Fesseln und zeitgebundenen Trugbilder, weil er durch den Filter der Vasanas wahrnimmt. Dieser Filter muss sich völlig auflösen in dem, was Sri Ramana 'Manonasa' nannte, die Auflösung eines Alptraums: die Schwäche, die uns zu Sklaven dieser geistigen Muster gemacht hat, die sich mit ihnen identifizieren, als wären wir in einem Traum gefangen. 

 

Echtes Erwachen wird den Traum auflösen und offenbaren, dass außerhalb dieses Traums NICHTS JE GESCHEHEN ist. Bhagavan lebte in dieser vollkommenen Freiheit und hat immer betont, dass dies der 'natürliche Zustand' ist, die Freiheit des Seins inmitten aller Veränderung zu leben, im Wachen, im Traumzustand und sogar im Tiefschlaf bewusst frei zu sein.

 

 

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'Why do I have to turn towards IT?

“There are only two things: creation and [deep] sleep. There is nothing if you go to sleep. You wake up and there is everything. If you learn to sleep while awake, you can be just a witness. That is the real truth."

- Bhagavan in 'Letters from Sri Ramanasramam', Letter 53)” 

 

 Friend: I experience that all the time for many years now. I do still have to “turn towards” IT though. It’s not steady. So what’s the meaning of being “awake” in deep dreamless sleep vs. what he says here: being in deep dreamless sleep while awake??

 

R: Bhagavan often compared the waking state, dream and, deep sleep to make clear that these are dependent changes of the mind on the basis of the unchanging pure Awareness. 

 

All sadhana attempts to 'enliven' this basic awareness and thereby shift our identity from the ever turbulent personality patterns into that rocklike peace. In the phase of cultivation, our center is still in the insecure mentality that is always busy to keep up its balance, its comfort zone. That is the root of all restlessness. 

 

From that vantage point, the ever-present Peace seems still to be a different entity and the mind needs to turn to IT. Surrender is needed - or investigation of who and where we truly are in any given moment - until that final shift can happen.

 

Even in glimpses that occurred sometimes, we ARE that Self- it is the tenacious pull of habits, of vasanas that pull us back into the familiar comfort zone of the person that is basically always troublesome. 

 

Perceiving through the filter of vasanas, the mind creates the illusory bondage and time-bound mirage. This must totally dissolve in what Sri Ramana called 'manonasa', the destruction of a nightmare: the weakness that made us slaves to these mental patterns, identifying with them like being caught in a dream.

 

Real Awakening will disperse the dream and reveal that apart from it, NOTHING EVER HAPPENED.

 

Bhagavan lived in this total freedom and has always emphasized that it is the 'natural state', to live the freedom of Being in the midst of all change, remaining aware during waking, dreaming, and deep sleep.

 

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Kontinuierliche Praxis und Gewahrsein während des Schlafes

 

F: Wie kann Sadhana kontinuierlich werden, da es notwendig ist, zu schlafen? 

 

Anandamayi Ma: Wenn man tagsüber in kontinuierlicher Praxis gegründet ist, wird sie auch im Schlaf weitergehen.

 

Frage: Wie kann man das erkennen? 

 

Ma: Wenn man vor dem Schlafengehen meditiert und in demselben Zustand aufwacht, in dem man eingeschlafen ist, kann man davon ausgehen, dass die Praxis während des Schlafes fortgesetzt wurde. 

 

Frage: Aber während des Schlafes weiß man das nicht. 

 

Ma: Nein, in diesem Fall nicht. Obwohl es einen viel höheren Zustand gibt, in dem man sogar im Schlaf bewusst ist.

 

- Death Must Die, S. 521

 

Alles Sadhana, alle spirituelle Praxis strebt letztlich die Verlagerung in reines Gewahrsein an. Dem steht nur die ruhelose Gedankenaktivität im Wege. Deshalb muss die Übung ununterbrochen und kontinuierlich werden, wie ein Öl fließt: ruhig und stetig.

 

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Uninterrupted Practice and Awareness during Sleep

 Q: How can sadhana become uninterrupted since it is necessary to sleep? 

 

Anandamayi Ma: When one becomes established in ceaseless practice it continues also during sleep.

 

Question: How can one know this? 

 

Ma: If one meditates before retiring and wakes up in the same kind of state with which one fell asleep one can presume that it has gone on throughout the sleep. 

 

Question: But during sleep, one does not know. 

 

Ma: No, not in this case. Although there is a much higher state when one is conscious even in sleep.

 

- Death Must Die, p. 521

 

All sadhana, all spiritual practice, has the final goal of shifting into pure awareness. For this shift the ceaseless thought activity is the only obstacle. That is why the practice must become continuous, like the flow of oil.

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Ein Kampf ist unvermeidlich

 

Als Antwort auf die Frage eines langjährigen Betreuers sagte Sri Bhagavan:

 

"Jeder beklagt sich über die Unruhe des Geistes. Der Verstand müsste erst mal gefunden werden, um dies richtig zu verstehen. Es ist wahr, wenn ein Mensch sich hinsetzt, um zu meditieren, kommen ihm haufenweise  Gedanken. Der Geist ist nur ein Bündel von Gedanken. Der Versuch, diese Gedankenbarriere  zu durchbrechen, ist erfolglos. Wenn wir  auf irgendeine Weise im Selbst verweilen können, ist das gut. Für diejenigen, die dazu nicht in der Lage sind, ist Singen oder Meditation (Japa oder Dhyana) vorgeschrieben. ...

 

Wenn man im gedankenfreien Zustand verweilen will, ist ein Kampf unvermeidlich. Man muss sich durchkämpfen, um den ursprünglichen reinen Zustand wiederzuerlangen. Wenn man den Kampf erfolgreich besteht und das Ziel erreicht, wird der Feind, nämlich die Gedanken, im Selbst aufgehen und ganz verschwinden. Die Gedanken sind der eigentliche Widersacher. Sie bewirken die Schöpfung des Universums. In ihrer Abwesenheit gibt es weder die Welt, noch Gott, den Schöpfer. Die Glückseligkeit des Selbst ist das einzige Sein.

 

- Gespräche Nr. 326

 

Dieser "königliche Kampf", wie er es manchmal nannte, entsteht ganz natürlich, wenn wir ernsthaft dem immer freien Sein folgen - unzählige Vasanas werden ihre Köpfe erheben und versuchen, ihre Herrschaft zu behaupten. In diesem Prozess kann die wahre Transformation stattfinden.

 

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Am I losing my interest in life?

A friend wrote and asked my view about a change in his evaluation regarding the inner fulfillment through different outer experiences in his life.

He wrote:
"This is the crux of the matter: I am finding more and more that I really don't want anything. The things which used to motivate me to take action, such as the desire to be recognized as a great musician, the desire to be socially and romantically successful, the desire to have particular experiences, no longer motivate me. It is not that I do not still enjoy practicing music or socializing. When I do these things, I still enjoy them about as much as I did before. But I no longer have any drive related to them. If I happen to be playing my instrument and it's going well, I enjoy that, but if I don't, I don't feel any less happy. The same is true with just about everything in my life right now. I seem to be becoming increasingly indifferent towards what happens around me in the world.

"The inner drives which so strongly compelled me to action not that long ago seem to have faded away. I'd still rather get along with people than not get along, but even if I do not go out and speak to anyone, I feel equally content.

"If anyone were to ask me right now 'What are your goals in life? What are you trying to achieve? What ends do you seek to bring about?' I would have a hard time asserting any worldly goals at all.

"I absolutely believe in the value of spiritual progress, as much as ever. Undoubtedly, there is nothing more important than following the teachings of Bhagavan. But when it comes to life in the world, I seem to have become increasingly apathetic. I don't really care what happens. I don't really care if people like me, or don't even notice me. I don't care if I have money, or survive on little. I don't care if I have exciting experiences, or just stay at home reading my book.

"It feels strange to not want anything. For most of my life, I had things I desired intensely. I had goals, objectives, drives which pushed me to and fro. I wanted certain experiences desperately. But now I find myself in strange new territory.

"I do still enjoy things - this is not the anhedonia which comes with depression, I know that well. If I go out and tell stories and converse with people, and they are laughing, and we're all having a good time, I certainly enjoy it. I still enjoy cooking a delicious dinner and serving it to my friends. My ability to experience joy from ordinary events does not seem to have diminished. But what has diminished is my drive, the inner will which compels one towards certain objectives. I find myself increasingly complacent, increasingly indifferent. I enjoy nice things when they are present, but I don't really feel any worse when they are absent. The whole inner structure of motivation seems to have collapsed."

I replied:
"You have proven in the past that you have a strong willpower and lived at times this asset very expressively with music practice and girls and other issues.

"So it feels funny when this DRIVE is no longer felt as much as before. But as you point out, this is different from a depressive state you experienced in former years.

"In your breakthroughs, you have touched real Peace in different measures and such experiences are continuously working 'underneath‘ the average mentality of the person. There is no comparison doing justice to the difference of degree of the Self to ordinary experiences and their fulfillment. Nothing, really nothing, comes even close. All worldly fulfillments are fake and grey besides the true nature of Pure Being. Only because most people are unaware of this fact, they compensate with lesser joys the fulfillment of the heart.

"The fact that you are not in depressive resistance but can still enjoy relative experiences is vital in this connection. That is why Bhagavan sometimes used the example of play-acting in the world. The body-mind will run its ordinary course but we KNOW that this is just a role we have to play through prarabdha karma.

"This is actually why I always tried to bring across that you could gain a lot when you learned to refine your sadhana. Not only this powerful but also aggressive way you lived it and had temporal success with but a smoother and more flexible way. I see this process of developing equanimity as part of this refinement. Similar to practicing your music and becoming easy and natural with a specific piece, sadhana can also be compared to acquiring the musical skill and ease inside.

"So the equanimity is the symptom of a natural vairagya-unfoldment and your striving is the gross form that can find smoother ways of expression. As you write: the yearning for spiritual engagement is still there. It is an open door- be aware of that fact and accept the changes the path brings about in your emotions. Refining the seeker is the most important outcome of genuine sadhana!

"Definitely, all is GRACE! I agree 100%.

"All the best my friend in Bhagavan, always happy to assist you when it seems useful!

Reinhard

 

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Verliere ich mein Interesse am Leben?

Ein Freund schrieb mir und fragte mich nach meiner Meinung zu einer Veränderung seiner inneren Wertigkeiten, durch verschiedene äußere Erfahrungen in seinem Leben Erfüllung zu finden.

Er schrieb:
"Das ist der Kernpunkt der Sache: Ich stelle mehr und mehr fest, dass ich eigentlich gar nichts besonderes will. Die Dinge, die mich früher motiviert haben, etwas zu tun, wie der Wunsch, als großer Musiker anerkannt zu werden, der Wunsch, sozial und romantisch erfolgreich zu sein, der Wunsch, bestimmte Erfahrungen zu machen, motivieren mich nicht mehr. Es ist nicht so, dass es mir keinen Spaß mehr macht, Musik zu machen oder Kontakte zu knüpfen. Wenn ich diese Dinge tue, habe ich immer noch genauso viel Spaß daran, wie früher. Aber ich habe keinen Antrieb mehr, der mit diesen Dingen zusammenhängt. Wenn ich zufällig mein Instrument spiele und es gut läuft, genieße ich das, aber wenn nicht, fühle ich mich auch nicht weniger glücklich. Dasselbe gilt im Moment für so ziemlich alles in meinem Leben. Es scheint mir immer gleichgültiger zu werden, was um mich herum in der Welt passiert.
 
"Die inneren Antriebe, die mich vor nicht allzu langer Zeit noch so stark zum Handeln drängten, scheinen verblasst zu sein. Ich mag es immer noch lieber, mit Menschen zurechtzukommen, aber selbst wenn ich nicht ausgehe und keine äußeren Kontakte knüpfe, fühle ich mich genauso zufrieden.
 
"Wenn mich jetzt jemand fragen würde: 'Was sind deine Ziele im Leben? Was willst du erreichen?', würde es mir schwer fallen, überhaupt weltliche Ziele zu nennen.
 
"Ich glaube absolut an den Wert des geistigen Fortschritts, so wie schon früher. Zweifelsohne gibt es nichts Wichtigeres, als den Lehren Bhagavans zu folgen. Aber wenn es um das Leben in der Welt geht, scheine ich zunehmend apathisch geworden zu sein. Es kümmert mich nicht wirklich, was passiert. Es ist mir egal, ob die Leute mich mögen oder ob sie mich gar nicht bemerken. Es ist mir egal, ob ich Geld habe oder von wenig leben muss. Es ist mir egal, ob ich aufregende Erfahrungen mache oder nur zu Hause bleibe und mein Buch lese.
 
"Es ist ein seltsames Gefühl, nichts zu wollen. Die meiste Zeit meines Lebens hatte ich Dinge, die ich mir vorher sehr gewünscht hatte. Heute kümmert es mich nicht mehr wirklich, was passiert.
 
"Ich habe immer noch Freude an Dingen - das ist nicht die Anhedonie, die mit der Depression kommt, das weiß ich genau. Wenn ich ausgehe und Geschichten erzähle und mich mit Leuten unterhalte, die lachen und wir alle eine gute Zeit haben, dann genieße ich das. Es macht mir immer noch Spaß, ein leckeres Essen zu kochen und es meinen Freunden zu servieren. Meine Fähigkeit, Freude an alltäglichen Ereignissen zu empfinden, scheint nicht abgenommen zu haben. Was aber abgenommen hat, ist mein Antrieb, der innere Wille, der einen zu bestimmten Zielen drängt. Ich erlebe mich zunehmend selbstzufrieden, zunehmend gleichgültig. Ich genieße schöne Dinge, wenn sie da sind, aber ich fühle mich nicht wirklich schlechter, wenn sie fehlen. Die ganze innere Struktur der Motivation scheint zusammengebrochen zu sein."
 
Ich erwiderte:
"Du hast in der Vergangenheit bewiesen, dass du eine starke Willenskraft hast und hast dieses Vermögen zeitweise sehr ausdrucksstark gelebt mit Musikpraxis und Mädchen und anderen Themen.
 
"Es fühlt sich also komisch an, wenn dieser DRIVE nicht mehr so stark zu spüren ist, wie früher. Aber wie du sagst, ist das etwas anderes als ein depressiver Zustand, den du in früheren Jahren erlebt hast.
 
"Bei Deinen Durchbrüchen hast du in unterschiedlichem Maße echten Frieden berührt, und solche Erfahrungen wirken ständig 'unterschwellig weiter, unter der durchschnittlichen Mentalität des Menschen. Kein Vergleich kann den Unterschied beschreiben zwischen dem Frieden und der Erfüllung des Selbst und schönen, aber gewöhnlichen Erfahrungen. Nichts, wirklich nichts, kommt dem auch nur nahe! Alle weltlichen Erfüllungen sind unecht und grau neben der wahren Natur des reinen Seins. Nur weil die meisten Menschen sich dieser Tatsache nicht bewusst sind, kompensieren sie die Erfüllung des Herzens mit geringeren Freuden.
 
"Die Tatsache, dass du dich nicht in depressiver Abwehr befindest, sondern dich noch an relativen Erfahrungen erfreuen kann, ist in diesem Zusammenhang entscheidend. Deshalb hat Bhagavan manchmal das Beispiel des Spielens in der Welt benutzt. Der Körper-Geist wird seinen normalen Lebenslauf nehmen, aber wir WISSEN, dass dies nur eine Rolle ist, die wir durch prarabdha karma spielen müssen.
 
"Deshalb habe ich schon vorher betont,  dass wir viel gewinnen können, wenn wir lernen, unser Sadhana zu verfeinern. Nicht nur diese kraftvolle, aber auch aggressive Art und Weise, wie du es erlebt und damit zeitlichen Erfolg hattest, sondern einen sanfteren und flexibleren Weg.
 
"Ich sehe diesen Prozess der Entwicklung von Gleichmut als Teil dieser Verfeinerung. Ähnlich wie man Musik übt und mit einem bestimmten Stück leicht und natürlich wird, kann man Sadhana auch damit vergleichen, die musikalische Fähigkeit und Leichtigkeit im Inneren zu erwerben.
 
"Der Gleichmut ist also das Symptom einer natürlichen Vairagya-Entfaltung und dein Streben ist die grobe Form, die sanftere Ausdrucksmöglichkeiten finden kann. Wie du schreibst: die Sehnsucht nach spirituellem Engagement ist immer noch da. Es ist eine offene Tür - sei dir dieser Tatsache bewusst und akzeptiere die Veränderungen, die der Pfad in deinen Gefühlen hervorruft. Die Läuterung des Suchenden ist das wichtigste Ergebnis von echtem Sadhana!
 
"Definitiv, alles ist GNADE! Ich stimme zu 100% zu."
 
In Liebe,
Reinhard

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Bhagavan's own experience

A beautiful document of Bhagavan's own experience
"You can feel yourself one with the One that exists: the whole body becomes a mere power, a force- current:

 

your life becomes a needle drawn to a huge mass of magnet and as you go deeper and deeper, you become a mere center and then not even that, for you become a mere consciousness, there are no thoughts or cares any longer they were shattered at the threshold;


it is an inundation; you, a mere straw, you are swallowed alive, but it is very delightful, for you become the very thing that swallows you; this is the union of jiva with Brahman, the loss of ego in the real Self, the destruction of falsehood, the attainment of Truth."
 - Sat Darshana Bhashya and Talks with Sri Ramana Maharshi

 

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Ein kostbares Dokument über Bhagavans eigene Erfahrung

"Du kannst dich eins fühlen mit dem Einen, das allein existiert,
der ganze Körper wird zu einer bloßen Kraft, einem Kraftstrom:
dein Leben wird zu einer Nadel, die von einem riesigen Magnet angezogen wird und so wie du tiefer und tiefer gelangst,  
wirst du zu einem bloßen Zentrum und dann nicht einmal mehr das, denn du bist nur noch reines Bewusstsein, es gibt keine Gedanken oder Sorgen mehr, sie sind bereits an der Schwelle zerstoben.

Das ist eine Überschwemmung; du, ein bloßer Strohhalm, du wirst lebendig verschlungen, was aber höchst beglückend ist, denn du wirst genau zu Dem, was dich verzehrt.

 Dies ist die Vereinigung des Jiva mit Brahman, der Person mit Gott, der Verlust des Egos im wahren Selbst, die Zerstörung der Falschheit, das Erlangen der Wahrheit."
- aus Sat Darshana Bhashya und Gespräche mit Sri Ramana Maharshi

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'By their fruits ye shall know them' - the level of the personal and spiritual by-passing

Friend: Recently I have been thinking a lot about something that you said to me some time ago - that in our spiritual practice, we cannot skip the level of the person. Within the teachings of Bhagavan, I perceive different levels of expression of truth, so to speak. At the highest level, or the more absolute level, there definitely is no person, everything is God, everything is predestined, everything is perfect. However, can we honestly say that we only live at this level? I know I can't claim that myself. Much of the time, I do seem to be existing in the world as a person, making choices, trying to do the right thing. 

 

I have also experienced some moments of that higher reality, and that was very beautiful. I aim for that, and over time I certainly hope to establish myself more and more in that. But I believe it is a gradual process, and in the meantime, I do the best I can to make the right choice and to set the person as right as I can, so to speak. 

 

I know that many people within the community of Bhagavan disagree with me on this, and think that I am wasting my time by paying any attention to the level of the person because it is ultimately not real.

 

When I speak to the people in the group about it, they say that I am doing the wrong thing by paying attention to this level at all and that I should just forget the whole thing and turn within.

 

Reinhard: This point you bring up is of greatest importance. Let’s see it simply: would Bhagavan have ever spoken or taught if ’no one' was sitting in front of him, asking for guidance?

 

This is a clear water divide between what I like to call 'head-advaita‘- a religious and philosophical dogmatism with little bearing on what we actually live.

 

The way I approach this is a 'bottom-up-approach‘: beginning with the level of your experience and aiming at the Highest. A ’top-down-approach’ is also needed- that is the teachings, as they are written in the books. 

 

But to claim these concepts without the experience of samadhi is just dry conceptualism! As I was always interested in REALIZATION rather than mere adoring Bhagavan emotionally and philosophizing, I had to ask myself and the students that I worked with, what they could realize in their own experience.

 

The beauty is: DHARMA is universal and also universally present, whether we are enlightened or not. This was stated by Bhagavan repeatedly. So in my Satsang, I emphasize this beingness and awareness, using the thoughts and emotions like trees on the roadside that help to point out the way the road takes.

 

We just had a weekend retreat and I can’t describe properly the power and joy of contemplating this dharma directly in our experience!

 

Not many people are interested in real sadhana! They like to enjoy philosophical concepts and emotions. Annamalai Swami called these people ’ticks’: they do not drink the milk of the cow but suck their blood. To actually sit down and meet your own mind is quite a task and it needs proper understanding and a lot of persistence, as we both know. 

 

The people you mention who say that you 'should forget and turn within' probably have never done so seriously!! Because if you do, a tremendous task will be revealed: to truly surrender the inner forces to the Self! Bhagavan once expressed this, saying: If you want to regain the natural state, a tremendous fight is inevitable.

 

The American teacher Adyashanti used a very fitting term (coined by the late Buddhist psychologist John Welwood) for our discussion. He said if people try to jump over personal issues and fixate on spiritual concepts that is ’spiritual bypassing’. Of course, is the personality ultimately not real but it is also the only point of focus for spiritual practice! If we willfully ignore the personal reality it has nothing spiritual but is a form of escapism and harshness.

 

Only when we deal with personal issues for their own sake, seeking to gratify desires, again and again, it is a waste of time. Bhagavan compared this with the vain effort to quench a fire with kerosene. But if a desire, for instance, is sensing the silence of Being, it will naturally seek that rather than acting out on its own level. That is also what Bhagavan taught.

 

Words can be used in different shades of meaning. But if someone lives with love and awareness, free from suffering, this speaks for itself. That his why Christ said, 

 

'By their fruits, ye shall now them.‘ 

 

He did not say by their words.

 

With love,

Reinhard

 

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"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen."

'Spirtual Bypassing' - Falsches Ausweichen im Namen des spirituellen Weges'

Ein Freund schrieb: In letzter Zeit habe ich viel darüber nachgedacht, was du vor einiger Zeit zu mir gesagt hast - dass wir in unserer spirituellen Praxis die Ebene der Person nicht überspringen können. In den Lehren Bhagavans erkenne ich sozusagen verschiedene Ebenen des Ausdrucks der Wahrheit. Auf der höchsten Ebene, der absoluten Ebene, gibt es definitiv keine Person, alles ist Gott, alles ist vorherbestimmt, alles ist perfekt. Aber können wir ehrlich sagen, dass wir nur auf dieser Ebene leben? Ich weiß, dass ich das selbst nicht behaupten kann. Die meiste Zeit scheine ich als Mensch in der Welt zu leben, Entscheidungen zu treffen und zu versuchen, das Richtige zu tun.

Ich habe auch einige Momente dieser höheren Realität erlebt, und das war sehr schön. Danach strebe ich, und ich hoffe natürlich, dass ich mich mit der Zeit mehr und mehr darin verankern kann. Aber ich glaube, das ist ein allmählicher Prozess, und in der Zwischenzeit tue ich mein Bestes, um die richtige Entscheidung zu treffen und die Person so gut wie möglich zurechtzurücken.

Ich weiß, dass viele Menschen in der Bhagavan-Gemeinschaft damit nicht einverstanden sind und meinen, dass ich meine Zeit damit verschwende, der Ebene der Person Aufmerksamkeit zu schenken, weil sie letztlich nicht real ist.

Wenn ich mit den Leuten in der Gruppe darüber spreche, sagen sie mir, dass es falsch sei, dieser Ebene überhaupt Aufmerksamkeit zu schenken, und dass ich die ganze Sache einfach vergessen und mich nach innen wenden sollte.

Reinhard: Dieser Punkt ist von größter Bedeutung. Sehen wir es einfach: Hätte Bhagavan jemals gesprochen oder gelehrt, wenn "niemand" vor ihm gesessen und ihn um Führung gebeten hätte?

Dies ist eine klare Wasserscheide zwischen dem, was ich gerne als "Kopf-Advaita" (head-advaita) bezeichne - ein religiöser und philosophischer Dogmatismus mit wenig Bezug zu dem, was wir tatsächlich leben.

Die Art und Weise, wie ich an die Sache herangehe, ist ein "Bottom-up-Ansatz": Man beginnt mit der Ebene der eigenen Erfahrung und zielt auf das Höchste. Ein "Top-Down-Ansatz" ist ebenfalls erforderlich - das sind die Lehren, wie sie in den Büchern stehen.

Aber diese Konzepte ohne die Erfahrung von Samadhi zu behaupten, ist nur trockenes Begriffsdenken! Da ich immer an VERWIRKLICHUNG interessiert war, anstatt Bhagavan nur emotional zu verehren und zu philosophieren, musste ich mich selbst und die Schüler, mit denen ich arbeitete, fragen, was sie in ihrer eigenen Erfahrung verwirklichen konnten.

Das Schöne ist: DHARMA ist universell und auch universell präsent, ob wir erleuchtet sind oder nicht. Das wurde von Bhagavan wiederholt gesagt. Deshalb betone ich in meinem Satsang das Sein und Gewahrsein, indem ich die Gedanken und Emotionen wie Bäume am Straßenrand erkenne, die helfen, den Weg zu zeigen, den die Straße nimmt.

Wir hatten gerade ein Wochenend-Retreat, und ich kann gar nicht recht beschreiben, welche Kraft und Freude die Kontemplation dieses Dharmas direkt in unserer Erfahrung hervorruft!

Nicht viele Menschen sind an echtem Sadhana interessiert! Sie erfreuen sich lieber an philosophischen Konzepten und Emotionen. Annamalai Swami nannte diese Menschen "Zecken": Sie trinken nicht die Milch der Kuh, sondern saugen ihr Blut. Sich tatsächlich hinzusetzen und dem eigenen Geist zu begegnen, ist eine große Aufgabe, und es braucht ein gutes Verständnis und viel Ausdauer, wie wir beide wissen!

Die Leute, die du erwähnst, die sagen, dass man "vergessen und sich nach innen wenden" sollte, haben das wahrscheinlich nie ernsthaft getan!!! Denn wenn du das tust, wird dir eine gewaltige Aufgabe offenbart: die inneren Kräfte wirklich dem Selbst zu überlassen! Bhagavan hat dies einmal ausgedrückt, indem er sagte: Wenn ihr den natürlichen Zustand wiedererlangen wollt, ist ein gewaltiger Kampf unvermeidlich.

Der amerikanische Lehrer Adyashanti prägte einen sehr passenden Begriff für unsere Diskussion. Er sagte, wenn Menschen versuchen, persönliche Themen zu überspringen und sich auf spirituelle Konzepte zu fixieren, ist das 'spirituelles Bypassing'. Natürlich ist die Persönlichkeit letztlich nicht real, aber sie ist auch der einzige Fokuspunkt für die spirituelle Praxis! Wenn wir die persönliche Realität willentlich ignorieren, hat das nichts Spirituelles, sondern ist eine Form von Eskapismus und Härte. Es ist nur die totale Harmonie des Selbst, die die Person befreien kann und nicht die Unbewusstheit und Widersprüchlichkeit des persönlichen Willens.

Nur wenn wir uns mit persönlichen Themen um ihrer selbst willen befassen und versuchen, nur unsere Wünsche zu befriedigen, ist es Zeitverschwendung. Bhagavan verglich dies mit dem vergeblichen Versuch, ein Feuer mit Kerosin zu löschen. Aber wenn ein Verlangen zum Beispiel die Stille des Seins spürt, wird es natürlich danach suchen, anstatt auf seiner eigenen Ebene zu handeln. Das ist es auch, was Bhagavan gelehrt hat.

Worte können in verschiedenen Bedeutungsnuancen verwendet werden. Aber wenn jemand mit Liebe und Gewahrsein lebt, frei von Leiden, dann spricht das für sich selbst. Deshalb sagte Christus,
 
'An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.'

 

Er hat nicht gesagt: An ihren Worten …

Mit Liebe,
Reinhard

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Expansion into thousands of thoughts in a Moment

'The root of the illusion is the thought which ignores the Self and which thinks instead, 'I am this body'. After this thought rises it expands in a moment into several thousand thoughts and conceals the Self. The reality of the Self will only shine if all these thoughts are removed. Afterwards, what remains is only Brahmananda [the bliss of Brahman].'
- from Living by the Words of Bhagavan

Bhagavan once told how he witnessed the swarming of a certain insect. First just one came out of a hole in the ground (the I am body-sensation), followed by a huge number, filling the air like a cloud. He compared this scene with the waking up each morning. This makes clear how vital a sadhana is to collect all mental energies and find the origin of the mind, the birth of the 'I-thought':

"When I was staying in the Skandasramam I sometimes used to go out and sit on a rock. On one such occasion there were two or three others with me including Rangaswami Iyengar. Suddenly we noticed some small moth-like insect shooting up like a rocket into the air from a crevice in the rock. Within the twinkling of an eye it had multiplied itself into millions of moths which formed a cloud and hid the sky from view. We wondered at it and examined the place from which it shot up. We found that it was only a pinhole and knew that so many insects could not have issued from it in such a short time.

That is how ahankara (ego) shoots up like a rocket and instantaneously spreads out as the Universe."
- Talks no. 616

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Tausende von Gedanken in einem Moment

"Die Wurzel aller Täuschungen ist der Gedanke, der das Selbst ignoriert und stattdessen denkt: 'Ich bin dieser Körper'. Wenn dieser Gedanke aufsteigt, expandiert er in einem Augenblick zu mehreren tausend Gedanken und verhüllt das Selbst. Die Realität des Selbst wird nur dann zum Vorschein kommen, wenn all diese Gedanken beseitigt werden. Danach bleibt nur noch Brahmananda [die Glückseligkeit Brahmans]."
- Leben nach den Worten Bhagavans

Bhagavan erzählte einmal, wie er das Schwärmen eines bestimmten Insekts beobachtete. Zuerst kam nur eines aus einem Loch im Boden (die Ich-bin-der-Körper-Empfindung), gefolgt von einer riesigen Anzahl weiterer Insekten, die die Luft wie eine Wolke füllten. Er verglich diese Szene mit dem allmorgendlichen Aufwachen und dem Erschaffen der scheinbar getrennten Schöpfung. Dies macht deutlich, wie wichtig ein Sadhana, eine spirituelle Praxis ist, um alle mentalen Kräfte zu sammeln und den Ursprung des Geistes, die Geburt des 'Ich-Gedankens' zu finden:

"Als ich im Skandasramam wohnte, ging ich manchmal hinaus und setzte mich auf einen Felsen. Bei einer solchen Gelegenheit waren einmal zwei, drei andere bei mir, darunter Rangaswami Iyengar. Plötzlich bemerkten wir ein kleines mottenartiges Insekt, das wie eine Rakete aus einer Felsspalte in die Luft schoss. Im Handumdrehen hatte es sich zu einer riesigen Anzahl von weiteren Motten vervielfältigt, die eine Wolke bildeten und den Himmel verdeckten. Wir untersuchten erstaunt die Stelle, aus der es emporgeschossen war. Wir stellten fest, dass es nicht größer als ein Nadelloch war, und es schien kaum möglich, dass so viele Insekten in so kurzer Zeit aus ihm herausgekommen sein konnten.

So schießt ahankara (Ego) wie eine Rakete in die Höhe und breitet sich augenblicklich als das Universum aus."
 - Talks no. 616

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Is ambition consistent with Advaita?

A Friend: I have a question: is ambition consistent with Advaita? I use the word ambition in the traditional sense (for eg: career). Is advancement in one's career, and the subsequent effort needed towards that, a worthy pursuit from an advaitic protective? The reason i ask is that Advaita views the world as unreal (when seen as separate from the Self).  In such a  viewpoint, all ambition to progress on one's career must also be viewed as a desire to reach an unreal state. So is it then a 'lesser' objective? Another way to look at it: when we surrender to the Supreme, then how would action be possible towards a 'material' ambition?

 

Reinhard:  The best way would be to try and see 🙂.

Not the word, but what we actually feel is what counts. Basically, it is desire that leads us into separation. But desire in the form of yearning for the Self is the power that leads us back home.

So you cannot decide this theoretically. Rather, take a look at what you truly want. Observe the difference between an ordinary desire and the 'home instinct' of longing for peace.

There is nothing really separate, no career that cannot be part of our path. But for sure: everything that forgets Truth and is an end in itself can never truly fulfill us. So take a look and see this in your own experience!
 

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Ist Ehrgeiz mit Advaita vereinbar?

Ein Freund:
Ich habe eine Frage: Ist Ehrgeiz mit Advaita vereinbar? Ich verwende das Wort Ehrgeiz im traditionellen Sinne (z.B. Karriere). Ist das Vorankommen in der eigenen Karriere und die damit verbundene Anstrengung aus advaitischer Sicht ein erstrebenswertes Ziel?
Der Grund für meine Frage ist, dass Advaita die Welt als unwirklich ansieht (wenn sie als getrennt vom Selbst betrachtet wird).  Unter einem solchen Gesichtspunkt muss jeder Ehrgeiz, in seiner Karriere voranzukommen, auch als ein Wunsch angesehen werden, einen unwirklichen Zustand zu erreichen. Handelt es sich also um ein "geringeres" Ziel?

Man kann es auch anders sehen: Wenn wir uns dem Höchsten hingeben, wie wäre dann ein Handeln in Richtung eines "materiellen" Ziels möglich?

 

Reinhard: Der beste Weg wäre, es auszuprobieren und direkt zu erkennen 🙂 .
Nicht das Wort, die Definition, sondern das, was wir tatsächlich fühlen, zählt. Im Grunde ist es Verlangen, das uns in die Trennung führt. Aber das Verlangen als Sehnsucht nach dem Selbst ist auch die Kraft, die uns wieder nach Hause führt.

Wir können das also nicht theoretisch entscheiden. Prüfe stattdessen, was du wirklich willst. Beobachte den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Wunsch und dem "Heimatinstinkt", der Sehnsucht nach Frieden.

Es gibt nichts wirklich Getrenntes, keine Karriere, die nicht Teil unseres Weges sein kann. Aber sicher ist: Alles, was die Wahrheit vergisst und Selbstzweck ist, kann uns nie wirklich erfüllen. Schauen wir also hin und erkennen wir dies unmittelbar in unserer eigenen Erfahrung!

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A struggle is inevitable

In answer to a question by a long resident attendant Sri Bhagavan said: “Everybody complains of the restlessness of the mind. Let the mind be found and then they will know. True, when a man sits down to meditate thoughts rush up by dozens. The mind is only a bundle of thoughts. The attempt to push through the barrage of thoughts is unsuccessful. If one can by any means abide in the Self it is good. For those who are unable to do so, chanting or meditation (Japa or dhyana) is prescribed. ...

 

If one wants to abide in the thought-free state, a struggle is inevitable. One must fight one’s way through before regaining one’s original primal state. If one succeeds in the fight and reaches the goal, the enemy, namely the thoughts, will all subside in the Self and disappear entirely. The thoughts are the enemy. They amount to the creation of the Universe. In their absence there is neither the world nor God the Creator. The Bliss of the Self is the single Being only.

- Talks no. 326

This 'royal battle', as he would call it sometimes, will arise naturally when we are seriously following the ever-free Being - countless vasanas will raise their heads and try to keep their dominion. In this process, the true transformation can happen.

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Meeting Restlessness at Night as Part of Spiritual Practice

A friend asked about her sleep:
I don’t have a ruminating mind. It’s mostly quiet or sticks to the task at hand. But something strange is going on in my sleep. Over the last year or so I have developed a strange relationship with sleep. Almost like I don’t want to do it. I don’t want to go to sleep at night and then when I do it’s like I’m sleeping but watching my mind run. It feels like I’m not getting good rest. I notice my mind RUNNING during sleep. Not dreams per se. Just mind running. Isolated phrases, words popping up. More like random thinking than like stories or dreams. Definitely not dreaming. But the mind is running. It doesn’t run like that during the waking state.

R: As it sounds to me, you experience in these 'running phases' a part of your mind that wants to unburden itself through this heightened level of activity. So that would be releasing energy and it would be helpful altogether. Is this occurring every night, or just once in a while?

F: There is no obvious stress in my life. There isn’t, as they say, “something on my mind”! Like last night it didn’t happen, but then what did happen were these uncomfortable movements in my legs. Stretching, moving, rocking that goes from my feet and legs to my whole body with this alertness and kind of nervous energy that makes me not want to sleep but I’m still tired and want to sleep. It feels like a nervousness in my body but not an anxiety. The sensations sometimes just make me sit up in bed for a while. Sometimes when first going to bed. Sometimes in the middle of the night. I don’t know. Maybe it’s medical or just old age creeping in! Maybe it’s “nervous leg syndrome”  with an added awareness of mind in my sleep thing

Except it’s not just my legs. Sometimes my body just rocks with this impulse to sit up in bed. Maybe it’s nervous body syndrome. I thought what you were experiencing was just an awareness or awakeness in the night. More like a peaceful thing. This is not restful, or comfortable. I had a sleep study done a year or so ago. They found no sleep apnea or sleep problems. But even that night when I was all wired up I never had a sense of deep restorative sleep. Every day I wake up in the morning and then want to go back to sleep!! Can you share an example of what you mean when you say “I do best when practicing directly with what is given in each night”?

R: If you can view it like : GOD, or your own perfect Self, gives you a task: 'Meet ME in that turbulence.' What would be your reply?

F: I think my reply would be that I’ll meet YOU there. Resistance is useless …


When the body movement or sleep disturbing mind runs, causing me to sit up - the movement stops and it is still and peaceful. It’s like the sleeping is disturbed by mind and movement and the sitting is still, quiet and peaceful. Maybe for me the answer is to sit and meditate more at night than to struggle with sleep. Maybe I just THINK I need to sleep when what I really need is to sit.

R: Yes, that seems the correct direction. Let us learn to meet the whole issue with TRUST and not as a mere disturbance. Right, meet HIM/HER in that and you will develop the skill. The challenge may be sometimes tormenting but on the whole we can learn to meditate in it and that feels most meaningful. It is a given, regardless of how we name it and ALL experiences want to lead us HOME, for sure. Trust is never wasted!

F: So simply, whether simple or not, relax the resistance to whatever is arising? Open to it. Allowing. Surrender it to The Divine.

R: Exactly! The beauty of suffering is that we must really find the right 'tune'. Understanding is the map. Then meet it with your heart as long as is needed. Fact is that we can sit and embrace all these forces and this is a very beautiful and intense spur for our practice!

 

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Experience of the Truth

What an impressive picture: the dissolution of the personality in the vastness of chidakasa is like a burning forest!

Experience of the Truth.

Vers 1010 - Guru Vachaka Kovai:
If you abide unshakeably in the Self, that state will destroy the bond created by sankalpas, like a snake shuffling off its slough. When you persevere, abiding in such nishta [Self-abidance] to the very end, that which manifests is the absolutely empty firmament of pure consciousness.

Vers 1011 - Guru Vachaka Kovai:
When the jiva, reflected consciousness, has its inert association with the body totally destroyed and ignited by the fire of jnana, it burns in the huge and extensive cremation ground, the chidakasa. The vision of this excellent effulgence is similar to the sight of an unbounded conflagration that rages when a vast forest, dense with dried trees, catches fire and spreads in all directions.

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The look of Peace

"As children, our attitude to Bhagavan was perhaps slightly different from that of the adults. We, of course, knew that He was God and a wonderful person to be near - truly a magical feeling, but we accepted this quite naturally and without a feeling of awe. However, sometimes even children can be awed:

One of these memories I have is rather strange because to this day I recall my amazement and yet nothing actually happened at all. A lady came to Tiruvannamalai from North India; in those days all 'foreigners' whether they were North Indians or Norwegians were sent to our home.

I was about ten years old at the time and not an especially sensitive child but even I could not bear to stay in the room with her as she was so tense, nervous and unhappy that it made me most uneasy. Her story was that she had married a man she loved very much although her parents had not approved as he was of a different caste - however they had overcome all the opposition and they went to the seaside somewhere for their honeymoon. They had a week of great happiness until one day he was killed by a shark right in front of her eyes.

All this had happened about two years earlier and the distraught widow was traveling through India, going to various ashrams and seeing various holy men. She had a list of questions which she asked at each place - all more or less a demand why such a thing should happen if there was a God of Justice and so on. She was an unhappy and aggressively angry lady and my heart sank when my mother asked me to show her the way to the hall where Bhagavan sat.

I led in silence and she followed me, I showed her the hall and went off to play. A while later I realized it was lunchtime and I went to collect her and bring her home - most reluctantly.

I will never, never forget the change that had come over her in just an hour or so. She was calm and relaxed and peaceful and happy! I was so awed and intrigued that I hung around anxiously waiting for my mother to ask her what Bhagavan had said to her. Whatever it was it must have been words of the greatest wisdom and power to have such an effect.

Eventually, my mother did ask and the lady answered that she had gone into the hall and sat down and Bhagavan had just looked at her - just looked -with such infinite compassion that she felt that her questions were of no importance anymore. She sat there and felt the peace and no word was spoken ...."  (Katya Osborne)
- photo: Katya Osborne standing beside Bhagavan

 

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About Dharma, the Divine Law balancing all creation

A chat about Dharma, the Divine Law balancing all creation.

 

Does anyone not know about love?

Reinhard: For me, there are always 2 aspects in our experience: the first is Dharma; to look to IT would be the direct route. The second is the human comfort zone everyone has. The sense of Being and thoughts. To find freedom, we must accept the challenge of the conflict between both aspects. But most people take a long time. Suffering will teach everyone in the end, though. 'Old age, sickness, and death' are the 'Heavenly Messengers'.

Friend: When you say Dharma, what do you mean?

R: The Divine law present in all creation, the law of balancing and healing on all levels.

F: You would need to expound on that for me to know what you mean. The two aspects for what? For Realization? I understand the human comfort zone. How that dominates the individual. People can be made aware of that. Divine Law is always there but not seen or understood so easily by the individual. That’s takes perception not so easily had.

R: No, i see this differently. Does anyone not know Love? Even atheists have a feel for it. Does a healthy organism not know about physical balance? That is Dharma on different levels.

What Bhagavan calls the Self is this inner essence. He sometimes also used the term essence which is adhistana in Sanskrit. So anyone can contact IT at any moment - this is actually how we work here in our Satsang. With different 'tools' we give emphasis to pure awareness, listening to the essence and presence of Being in any given moment.

In this way, the self-created barrier of the comfort zone that consists of habits mixed with emotions of fear and greed is immediately penetrated, the Center is touched and Its balancing power can become active in us. Mostly that means great relief.

But sometimes this can loosen or even remove parts of the security wall of the comfort zone and even frighten the ego controller. But the activity of the Divine is always most healthy and healing means returning into our natural condition. To touch this Being-awareness and observe Its influence in body and mind as harmonizing we call a 'moment of practice'.

These moments are attractive because they reveal in some way or other higher quality, a greater orderliness. The progress of any spiritual practice will be the collecting of such moments. That is the best we can contribute for final freedom or enlightenment.

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The description is never the described

A Chat today about Rupert Spira and his Presentation

Friend: Help me out, Reinhard! I’m being driven to the brink of despair (so to speak) over a long time dear friend who is hooked on listening to Rupert Spira’s most beautiful and eloquent “guided meditations” thinking that by doing this over time he will slowly become Enlightened! Rupert says that his guided meditation will “rewire” your mind and understanding and that over time, just by listening to his meditations one will reach the “ultimate understanding”.  ....

Reinhard: Yes, I totally agree. I was listening to some videos of Rupert's and it seems obvious that he is most able to present a teaching structure. As far as that goes it is fine but 'the description is never the described' it echoes in my memory when i was sitting with J.Krishnamurti in Saanen.

As you say, there is a reason when people feel attracted to such a teacher and Rupert is good for many to gain a model of the teachings. In one place i heard him say in a conversation with Sam Harris that he remained conscious during an operation when getting anesthesia. If that is true (it could be another part of his philosophy) he is in a higher state himself, at least. I doubt that a little, but who knows. I think you have correctly seen the danger of such a presentation. In the end, everyone will become disillusioned and the ONLY DOOR will be faced. And that is nothing that could be gained from outside, no philosophy, no concept

can reach HERE.

If any state is taken to be enlightenment it will wither and soon it becomes obvious. You could tell your friend (provided he is open for such pointers) that Truth doesn't need stimulation. If what Rupert says brought about something valid in him, he should stop seeing more videos and validate his own state.

The main point is to become aware of the difference between a stimulated and outwardly produced state and a true, direct experience! Sam Harris told an interesting story in that regard about what he witnessed with a Swiss student of Poonjaji.
Here is a link for that: http://openheartopenheart.blogspot.com/.../advaita...
 
Friend: Yes! Excellent! Thank You! I have invited him to examine his own state many many many times and for him that’s the very problem. He knows after many many years it has not changed his experience of Life. I just keep pointing him back to Self Inquiry, meditation and self reflection. He knows that’s what he needs to do but listening to Rupert’s soothing British accent and mellow tones while drifting off into his happy place is oh so much easier than all that “work”.

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Dialogue on Self Inquiry

Q: Many times when I try to do self-inquiry, I try to reach the ‘I’ asking myself ‘who am I?’, or stating ‘I am’.

But many times there's another question popping into the head: who's asking? I can hear/feel the voice in my head asking the questions.

Also many times, I keep asking but my mind keeps being distracted.

What would you suggest? And who is asking?

R: That shows you are still too intellectual with it. First do any samadhi meditation, any calming which you surely know.

When you have some basic stillness in body and mind you can be interested to BE in that. Sit erect but comfortably and feel your body,relax all parts,feel your breath and observe it softly.

A natural stillness will arise. BE in it with interest, explore how you ARE in it.

Q: Should I keep following my breath?

R: Yes, the breath, merely watching.Understand that 'Who am I?' is very little like an ordinary question of the intellect. 
You ARE already awareness.

The first attention IS non-dual, that means you cannot objectify it. 
All else you can see as an object, right? 


Q: I understand. Sometimes while practicing I encountered a state of calm and I felt good in it.

R: Right. In that stay and relax, don't seek something else. 

Rather sink into it with a non-articulated question as to who or what you ARE there.
Right now: what is the ISNESS of this moment? 



Q: You mean now?

R: Yes, right now ?

Q: I am afraid I do not understand ... I guess that I am typing? 

R: Check if there is something in the NOW which just IS; is that changeful?

Q: No. I experience a state... it happened many times. That whatever you are is a presence, right? But I am afraid that many times I associate this with my body, my image.

R: No, must look again, I am not talking about the CONTENT of this moment, neither of your mind nor of your senses. What is the perception of being, that you ARE here, right now?

Q: Hard to describe. I cannot explain. And if I am trying, I think about it.

R: Don’t be afraid, thinking in order to describe is ok.

Q: Hmm... it is like when I read your question I feel it in the center of my chest like the breath, but I also associate it with my body.

R: Doesn't matter if it is associated; what is it in itself?

Q: It is beingness.

R: Exactly, this beingness explore! These are two ways to access the Self.

First: explore who you ARE in stillness, as awareness –

Second: realize and explore that which does not change with the contents of each moment, in the midst of everyday life.
All mental elements that are attached to pure 'I' and confounded with this still, empty presence will for sure disappear, also the idea of a Universal Self with them. The 'I'-thought is a thought, an object that can never stand alone. As soon as it gives up all clinging, all seeking, all greed and remains still, it experiences its true nature which is not mental, not objective, not split.   

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Sri Sadhu Om : Self Inquiry

By greater and more steadfast practice of abiding in this existence-consciousness, we will experience that this state seems to come often and take possession of us of its own accord whenever we are free from our daily work. Since this state of existence-consciousness is in fact nothing but 'we', it is wrong to think that such a state comes and takes possession of us! While at work, we attend to other things; after that work is over and before we attend to some other second or third person, we naturally abide in our real state, existence-consciousness.
 
Though this happens to one and all every day, it is only to those who have the experience of Self-consciousness through the aforesaid practice that the state of Self-abidance will be clearly discerned after leaving one second person thought and before catching another one (that is, between two thoughts).

"Why has it been said (in the above two verses of 'The Essence of Spiritual Practice') that one ought to make effort repeatedly to be in that state (our existence-consciousness) and ought to abide in it with more and more love? Because, until all the tendencies-habits-predispositons which drive one out of it are completely exhausted, this state will seem to come and go. Hence the need for continued effort and love to abide in the Self.

"When, through this practice our state of existence-consciousness is experienced always as inescapably natural, then there will be no harm even if waking dream and sleep pass across. For those who are well established in the unending Self-consciousness, which pervades and transcends all these three so-called states (waking, dream and sleep), there is but one state, the Whole, the All, and that alone is real! This state, which is devoid even of the feeling 'I am making effort', is your natural state of being! Be!!"

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